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Vom 80%-Ziel Ganztagsversorgung ist München noch weit entfernt – Sollner Situation weit unterdurchschnittlich – Gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten erforderlich

 80% der Grundschulkinder ganztägig versorgt – das im September 2010 kommunizierte Planungsziel der Landeshauptstadt München ist begrüßenswert und klingt vielversprechend. Heute liegt der Versorgungsgrad allerdings gerade bei 69%, im Bezirk 19, zu dem Solln gehört, liegt er gerade mal bein 60,7% und damit auf Platz 18 im letzten Drittel aller 25 Bezirke (Stand: September 2011).

Mitte Mai war  - wie schon im Vorjahr - die Betreuungssituation an der Herterichschule von enormer Brisanz, weil etwa 50 - 70 Plätze im kommenden Schuljahr  fehlten. Durch die Gründung der MITA Herterichschule e.V. im August 2011 konnten rund 25 zusätzliche Plätze geschaffen werden.

Die große Mehrheit der Kinder mit ganztägiger Betreuung in München werden in Horten, Tagesheimen und Mittagsbetreuungsgruppen versorgt. Für das Schuljahr 2011/12 konnte die Mittagsbetreuung in München weiter ausgebaut werden. Es wurden 326 Gruppen mit einer Betreuungszeit bis maximal 14.30 Uhr und 5296 Schülern, sowie 386 Gruppen mit einer Betreuungszeit bis mindestens 15.30 Uhr und 6272 Schülern beantragt. Damit nehmen im Schuljahr 2011/12 insgesamt 11568 Schüler in 712 Gruppen eine Betreuung wahr.

Das Angebot an Ganztagesklassen an den Grundschulen ist dagegen noch gering: nur 29 von 130 Grundschulen führen 55 Ganztagesklassen, in den 1234 Schüler unterrichtet  werden.

Auf der Ebene der Stadt München haben Nikolaus Hoenning und Dagmar Mosch Mitte Juli 2011 ein heiß diskutiertes "Bürgerbegehren für mehr Ganztagsbetreuung" auf den Weg gebracht,. Dieses verfolgt das Ziel, den Betreuungsmangel in Krippen, Kindergärten, Horten, Tagesheimen, Mittagsbetreuungen in der Landeshauptstadt zu beheben.

Nähere Info: www.buergerbegehren-muenchen.de/

Im Jahresausblick der Stadt für 2011 heißt es: Auch der Ausbau der Kindestageseinrichtungen wird weiter betrieben: 2011 sollen 44 Millionen Euro investiert werden, um 200 neue Krippenplätze, 700 Kindergartenplätze und 300 Hortplätze zu schaffen. In die städtischen Schulen werden außerdem 156 Millionen Euro investiert. (Quelle tz München v. 28.12.2010)

Dennoch: Bis 2015 werden noch Tausende von Eltern für ihre Zöglinge Betreuung benötigen, was nur in großer gemeinsamer Anstrengung der städtischen Einrichtungen mit kirchlichen, privaten Trägern sowie Eltern-Kind-Initiativen zu bewältigen sein wird.  Und das uns  dies in Solln gelingt, dafür setzen sich die Eltern dieser Initiative ein. Auch im Süden ist der Beitrag der von ehrenamtlich tätigen Eltern getragenen Mittagsbetreuungsgruppen, die in München gerade auf 20 Jahre zurückblicken können, gelebte Tradition.

Denn es ist ein untragbarer Zustand, dass eine prosperierende Stadt wie München keine flächendeckende Kinderbetreuung gewährleisten kann. Zumal dieses nach dem Bayerischen Kinder- und Bildungsgesetz BayKiBiG 2.Teil – Sicherstellung und Planung, Art. 5 (Sicherstellung eines ausreichenden Betreuungsangebots) eindeutig in deren Zuständigkeitsbereich fällt:

2.Teil – Sicherstellung und Planung

(1) Die Gemeinden sollen im eigenen Wirkungskreis und in den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gewährleisten, dass die nach der Bedarfsfeststellung (Art. 7 Abs. 1) notwendigen Plätze in Kindertageseinrichtungen und in Tagespflege rechtzeitig zur Verfügung stehen.

Im Vergleich zum Durchschnitt der Landeshauptstadt muss man für den Stadtbezirk 19 in jeder Kategorie von einer Unterversorgung sprechen, wie auch die aktuelleren Zahlen von September 2011 zeigen. Was die Ganztagesbetreuung angeht, liegt der Bezirk 19 mit 60,7% weit unter dem ohnehin nicht befriedigen Durchschnitt der Stadt von 69%.

Schließlich sollte die öffentliche Hand auch ein Interesse daran haben, den Verlust einer Einnahmequelle wie der Lohnsteuer der Mütter zu vermeiden, die aus Mangel an einem Mittagsbetreuungsplatz gezwungenermaßen ihren Arbeitsplatz aufgeben müssten.

Elterninitiative Kinderbetreuung in Solln | kontakt@kinderbetreuung-in-solln.de